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2019-05-27

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Bartholomäus (Barthl) Retsch

Bartholomäus (Barthl) Retsch

Der Heimatdichter und Verfasser des Aichaer-Liedes wurde am 9 .11.1881. in Simbach Landkreis Eggenfelden als 2 Sohn der Gendarmerieskommandanten-Eheleute Johann u Maria Retsch geb. Bayer, - geboren.
Bayer Georg, der Vater von Maria Retsch war um 1860 Schulleiter in Aicha v. W. und hat mit den Schulkindern den Eichenwald "Gföret" gepflanzt, und liegt auch in Aicha begraben.

Barthl Retsch machte Abitur im Gymnasium zu Passau.
Da er sehr musikalisch war, bezahlte ihm sein Onkel Mathäser (Brauereibesitzer in München) den Besuch des Konservatoriums in München. Barthl Retsch wurde in Musikkunde, Klavier und Gesang ausgebildet.
Er wurde Operettentenor und sang auf vielen großen Theaterbühnen in Deutschland u.a. auch am Hoftheater in Moskau. Später gründete er eine Gesangstruppe.

Als er älter wurde, kehrte er so um 1926 in sein geliebtes Aicha vorm Wald, zu seiner Mutter zurück.
Er wurde Buchhalter bei seinem alten Freund Kusser Josef.
1939 starb Barthl Retsch infolge Blutvergiftung im Krankenhaus zu Passau.
Sein Grab ist in Aicha vorm Wald.

In seiner Aichaer-Zeit entstanden eine Menge Gedichte, alle Beinhalteten irgend ein Geschehnis in Aicha.
Das bekannteste Gedicht, das er auch vertont hat, ist "Mein Heimatdorf" das "Aicha-Lied".

Sein Sohn, Hermann Retsch, ebenfalls in Aicha v. W. aufgewachsen und dort die Volksschule besucht, hat nach langem Schriftendurchstöbern, ein Schulheft gefunden, in welchen sein Vater Barthl Retsch, handschriftlich einen Teil seiner Gedichte geschrieben hat. Da es sich bei diesen Gedichten um Vorkommnisse die sich in Aicha begeben haben, handelt, wollte er sie der Gemeinde Aicha, seiner Heimat, nicht vorenthalten. Alle Gedichte hat er deshalb mit Maschinenschrift geschrieben und sie an den damaligen Bürgermeister Zettl Michael für die Gemeinde übergeben.

Ludwig Erhard

Ludwig Erhard

Im Jahr 1863 wurde im Schloß zu Aicha Ludwig Erhard geboren; sein Vater war der Arzt und Passauer Landkreishistoriker Dr. med. Alexander Erhard jun., der von 1881 bis zu seinem Tode (1899) als "Städtischer Krankenhausdirektor" in Passau amtierte. Von 1855 bis 1881 war er praktischer Arzt in Aicha vorm Wald. Ludwig Erhard studierte die technischen Wissenschaften, promovierte zum "Doctor techn." und erlangte als Erbauer und Leiter des "Technischen Museums für Industrie und Gewerbe" in Wien und Erforscher der Entwicklungsgeschichte der Technik internationalen Ruf. Von 1913 bis 1930 war er erster Direktor dieses Museums.1931 wurde Erhard mit der Leitung des "Österreichischen Forschungsinstituts für Geschichte und Technik" beauftragt.Wegen seiner Verdienste um die Förderung der Geschichte der Technik wurde er zum Hofrat und Ingenieur h.c. ernannt. Am 28.10.1940 ist Ludwig Erhard in Baden bei Wien gestorben.

Sepp Vogl

Sepp Vogl

Als Sohn der Steinbruchbesitzerehegatten Josef u.Katharina Vogl hat am 18. August 1876 Josef (Sepp) Vogl in Aicha das Licht der
Welt erblickt. Er ergriff zunächst den Lehrerberuf und war als Erzieher in Aicha vorm Wald, Thurmansbang, Damenstift-Osterhofen
und München tätig. Seine angeborene Liebe zur Musik und seine mächtige Baritonstimme veranlaßten ihn, nach dreijährigem Gesangstudium in Wien dem Lehrerberuf zu entsagen und die Sängerlaufbahn an der Wiener Staatsoper zu beginnen.
Nach weiteren Engagements in Hamburg, Bremen und Hannover wechselte Sepp Vogl, dessen Stimme im Laufe der Jahre tenorale Höhe gewonnen hatte ins Heldentenor-Fach über und debütierte als solcher mit großem Erfolg in Mainz.
Über Breslau kam er schließlich an die Leipziger Oper, wo er der gefeierte Wagner- und Verdi -Tenor wurde.
1914 verkörperte Vogl als erster deutscher Künstler Richard Wagners "Parsival" in der Covent Garden-Oper zu London;
Gastspielreisen nach Holland und Rumänien schlossen sich an.
Den größten Teil seiner Bühnenferien und auch die Zeit nach seinem Abgang von der Bühne verbrachte Vogl in Aicha vorm Wald, wo er häufig Besuch von illustren Gästen aus dem deutschen Kulturleben empfing.
Am 31. August 1934 ist Sepp Vogl in München verstorben;mit ihm ist einer der profiliertesten Darsteller Richard Wagner´scher Bühnengestalten dahingegangen.

Ludwig Grubmüller

Ludwig Grubmüller

Nicht unerwähnt darf auch der "Grubmüller-Professor" bleiben.
Obwohl er die meisten Jahre seines Lebens als Lehrer an höheren Schulen in Amberg und Aschaffenburg, zuletzt als Studienprofessor
in Regensburg verbracht hatte, blieb er doch zeitlebens ein "Aichaer".
Er hatte hier seine Jugendjahre verlebt, Ort und Menschen waren ihm zur Heimat geworden.
Seine enge Verbundenheit stellte er immer wieder aufs Neue unter Beweis. Fast jeden Ferientag verbrachte er hier.
Und die Aichaer waren nicht wenig stolz darauf, dass aus ihrer Hofmark ein so großer Mann hervorgegangen war. Sie erkannten vor allem seine menschliche Größe und dankten ihm seine unverbrüchliche Heimattreue.
Der damalige Gemeinderat ernannte ihn am 12.1.1934 zum Ehrenbürger.
Nicht nur eine Gedenktafel, die zu diesem Anlaß Herr Bartl Retsch künstlerisch zu gestalten verstand erinnert daran, sondern immer wieder lassen Gespräche der älteren Generation den "Professor" lebendig werden.
Der "Professor" verstarb am 19.11.1938 im Alter von 63 Jahren.